Ein kurzer historischer Überblick über Südtirol und Umgebung
Südtirol wird nicht nur von der Etsch durchflossen, einem friedlichen Fluss, von dessen Namen der italienische Name der Provinz („Alto Adige“) abgeleitet wird, sondern besitzt mit den Dolomiten auch ein Gebirge, das als schönstes Gebirge Europas gilt. Unter den italienischen Regionen nimmt Südtirol in jeder Hinsicht eine Sonderrolle ein:
So ist die Geschichte Südtirols außergewöhnlich, da dieses Land über Jahrhunderte die Schnittstelle zwischen der deutschsprachigen und der romanischen Kultur darstellte. Außergewöhnlich ist auch die Gegenwart, die durch ein friedliches und fruchtbares Miteinander verschiedener Kulturen und Sprachen gekennzeichnet wird, in einer besonders schönen und wohlhabenden Gegend.
Südtirol, das seit dem Mittelalter zum Herrschaftsgebiet der Habsburger gehörte, wurde erst nach dem ersten Weltkrieg im Jahr 1918 zu einem Teil Italiens. Eine umfassende Autonomie in der Verwaltung, im kulturellen Bereich und im Steuerwesen, die nach Jahrzehnten relativer Spannung mit der italienischen Regierung erzielt wurde, trägt heute zu einem friedlichen und fruchtbaren Zusammenleben der deutsch- und der italienischsprachigen Bevölkerung sowie der ladinischen Minderheit bei. Dadurch können alle Bürger gemeinsam in einer Region mit umfassenden natürlichen Ressourcen in Wohlstand leben.
Die überwiegend gebirgige Region besteht aus einem langen zentralen Tal, dem Etschtal, und aus Nebentälern (Martell- und Ultental im Westen, und Schnals-, Passeier-, Eisack- und Pustertal im Osten, sowie Gadertal und Grödnertal). Jedes dieser Täler ist ein wahres Kleinod der Natur, in denen nicht nur hervorragende landwirtschaftliche Produkte (Wein, Äpfel, sogar Erdbeeren) angebaut werden, sondern sich auch Wälder unvergleichlicher Schönheit erstrecken. Auf den Bergen in Südtirol befinden sich einige der berühmtesten Skigebiete Europas. Im Sommer sind hingegen die wundervollen Dörfer in den Tälern der Mittelpunkt eines „intelligenten“ und verträglichen Tourismus, der ganz im Zeichen von Trekking, Bergtouren und Entspannung in einer sauberen Natur steht. Es ist unmöglich, alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen. Die Attraktionen reichen von touristisch interessanten Orten (St. Vigil in Enneberg im Pustertal, Corvara im Gadertal, St. Christina im Grödnertal, um nur einige zu erwähnen) bis zu Naturwundern. Nicht verpassen sollte man einen Spaziergang durch die eleganten Straßen von Bozen, der Hauptstadt der Region, oder an den farbigen und geschmückten Häusern von Brixen, Meran oder Sterzing vorbei. Orte, an denen die Atmosphäre Mitteleuropas in dieser Schatzkammer Europas spürbar wird.